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Farbgebung und Farbverteilung beim Golddust Yorkshire Terrier



Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
Welpen
Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
Welpe
Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
Mischtyp zwischen Patternscheckung und irischer Scheckung
adulte Form
Patternscheckung
Welpen
Patternscheckung
Patternscheckung
Patternscheckung
adulte Form
Irische Scheckung ( Wirkt beim Golddust uniform(!) )
Welpe
Irische Scheckung ( Wirkt beim Golddust uniform(!) )
Irische Scheckung (wirkt beim Golddust uniform(!) )
Irische Scheckung (wirkt beim Golddust uniform(!) )
subadulte Form
Farbgebung und Farbverteilung beim Golddust Yorkshire Terrier
 
Die Anlage für die verschiedenen Fellfarben wird vererbt und folgt definierten genetischen Regeln. Die Ausprägung der Fellfarbe wird durch Pigmenteinlagerung in das Haar bestimmt und kann sich im Laufe des Lebens verändern, z.B. aufhellen.
Beim Golddust Yorkshire Terrier variiert die Fellfarbe des neugeborenen Welpen von einem gleichmäßigen Goldton mit weißen Abzeichen, zumeist an Stirn, Brust und Pfötchen, bis hin zu weiß-gold gescheckten Tieren, was darauf zurückzuführen ist, dass Fellfarbe und Fellzeichnung NICHT kombiniert vererbt werden. Die Fellzeichnung des Welpen wollen wir zur Verdeutlichung mit S0 ( für gleichmäßige Tönung ), SP ( für Pattern-Scheckung  = „kuhfleckig“ ) und SI ( für irische Scheckung  = getönte Decke mit angedeuteter Halskrause ) bezeichnen.
Die Fellfarbe bezeichnen wir mit gg ( für „Golddust“ ) = rezessiv, BB bzw. bb ( für „Biewer“ ) = dominant gegenüber „Golddust“ und rezessiv gegenüber Black bzw. Blue and Tan, UU ( für Black bzw. Blue and Tan )= dominant gegenüber „Golddust“ und „Biewer“.
 
Wir nehmen uns eine fiktive F1-Generation von „Goldspaltern“, die phänotypisch z.B. „Blue and Tan“  und „Biewer“ -farben sind. Da sie „Goldspalter sind, müssen sie genotypisch wie folgt ausgestattet sein:
UgS0S0 oder UgS0SI oder UgS0SP für den Blue and Tan Elter ( 3 Möglichkeiten für die Scheckung, wenn  wir nicht wissen, welche Fellzeichnung die Eltern hatten.
bgSISI oder bgSISP für den Biewer Elter.
 
Fiktiv nehmen wir für den Blue and Tan Elter UgS0SI und für den Biewer Elter bgSISP
 
Das ergibt an Fortpflanzungszellen : US0 , USI , gS0 , gSI , bSI , bSP , gSI , gSP
 
Das ergibt für die F2-Generation folgende Genotypen:
♀       ♂        bSI              bSP               gSI                   gSP
US0              UbS0SI             UbS0SP            UgS0SI             UgSPS0
USI               UbSISI             UbSISP             UgSISI             UgSPSI
gS0               BgS0SI             BgS0SP             ggS0SI             ggSPs0
gSI               BgSISI              BgSPSI             ggSISI              ggSPSI
          

 
Phänotypisch würde also in der F2- Generation bei 16 fiktiven Nachkommen der Eltern mit den wie oben aufgeführten angenommenen Genotypen folgende Farbgebung und Farbverteilung entstehen:
 
8 Tiere mit der Farbgebung „Blue and Tan“
von diesen sind 4 Biewerspalter d.h. KEINE Goldspalter, 1 mit der Anlage für Patternscheckung ,1 mit der Anlage für irische Scheckung und 2 mit den Anlagen für Pattern- und (!) irische Scheckung.  Die übrigen 4 „Blue and Tan“ sind Goldspalter, 1 mit der Anlage für Patternscheckung ,1 mit der Anlage für irische Scheckung und 2 mit den Anlagen für Pattern- und (!) irische Scheckung.
 
4 Tiere mit der Farbgebung „Biewer“ ,
von diesen sind alle Tiere 100%ige Goldspalter, 1 mit der Anlage für Patternscheckung ,1 mit der Anlage für irische Scheckung und 2 mit den Anlagen für Pattern- und (!) irische Scheckung.  ( Das heisst phänotypisch sind es 1 Biewer mit dunkler Decke und weißer Halskrause, 1 Biewer „kuhfleckig“ und 2 Mischtypen).
 
4 Tiere mit der Farbgebung „Golddust“ ,
 
von diesen Tieren 1 mit der Anlage für Patternscheckung ,1 mit der Anlage für irische Scheckung und 2 mit den Anlagen für Pattern- und (!) irische Scheckung.  ( Das heisst phänotypisch sind es 1 Golddust mit dunkler Decke und weißer Halskrause, was beim Golddust meist sehr uniform (=einfarbig) wirkt, 1 Golddust „kuhfleckig“ und 2 Mischtypen).
 
Wenn man diese Kombinationsmöglichkeiten mit allen anzunehmenden Eltern durchgeht, kann man die Wahrscheinlichkeit für die Farbgebung und Farbverteilung ihrer Nachkommen vorhersagen und damit eine gute Zuchtplanung verwirklichen.
 
Noch anzumerken wäre, dass ganz gleich mit welcher Farbverteilung ein Golddust Yorkshire Terrier Welpe geboren wird, am Ende sich alle adulten Tiere doch in der Farbverteilung gleichen: ein wie mit „Gold“ bestäubter Hund!