Goldspalter
Als sogenannte „Goldspalter“ werden im Phänotyp des Biewer
Yorkshire Terriers oder des Yorkshire Terriers stehende Tiere bezeichnet, die
genotypisch ein rezessives Allel für die Farbe Golddust tragen. Sie sind also
selbst keine Golddust Yorkshire Terrier, können diese Farbe jedoch bei
gezielter Verpaarung so an ihre Nachkommen weitergeben, dass sie phänotypisch
sichtbar wird, also ihre Nachkommen „Golddust Yorkshire Terrier“ sind. Da das
Allel für die Farbe „Golddust“ rezessiv ist, kann es unauffällig über viele
Generationen weitergegeben werden, ohne dass augenscheinlich wird, dass eines
der Elterntiere Träger für diesen Farbschlag ist. Die Farbe des Trägertieres
kann dabei „Back and Tan“, „Blue and Tan“ oder „Tricolor“ sein. Die
Trägerschaft dieses Allels geht jedoch immer auf einen Vorfahren zurück, der
„gold-weiß“ war. Da aber, wie schon erwähnt, das Allel rezessiv ist, kann es
schon über so viele Generationen unentdeckt mitvererbt worden sein, dass man
die phänotypisch auffälligen Tiere manchmal im Ahnenpass des Trägers gar nicht
mehr findet, sondern bei dessen Vorfahren in den Ahnetafeln forschen muss,
möchte man genaueres wissen. Praktisch testen kann man die Trägerschaft, indem
man einen homozygoten Goldträger ( das heisst einen phänotypischen Golddust
Yorkshire Terrier) mit dem anzunehmenden Träger paart. Fallen in der
F1-Generation dann Golddust Yorkshire Terrier, so ist die Trägerschaft
bestätigt, das betreffende Tier also „Goldspalter“.
Beispiele:
Beispiel
1:
Mutter
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation zu 100% Nachkommen phänotypisch „Goldust“, genotypisch
homozygot „Golddust“.
Beispiel
2:
Mutter
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Biewer“, genotypisch homozygot „Biewer“
ergibt
in der F1-Generation zu 100% Nachkommen phänotypisch „Biewer“, genotypisch
heterozygot für „Golddust“ und „Biewer“ (also Goldspalter!)
Beispiel
3:
Mutter
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Biewer“ und phänotypisch
„Golddust“ im Verhältnis 1:1, genotypisch wären von 4 Welpen 2 homozygot für
„Golddust“ (also phänotypisch auch „Golddust“) und 2 wären phänotypisch
„Biewer“ (genotypisch aber heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“ also Goldspalter!)
Beispiel
4:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch homozygot „Biewer“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen 100% Nachkommen phänotypisch „Biewer“,
genotypisch heterozygot für „Golddust“ und „Biewer“ (also Goldspalter!)
Beispiel
5:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
Gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Biewer“ und phänotypisch
„Golddust“ im Verhältnis 1:1, genotypisch wären von 4 Welpen 2 homozygot für
„Golddust“ (also phänotypisch auch „Golddust“) und 2 wären phänotypisch
„Biewer“ (genotypisch aber heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“ also
Goldspalter!)
Beispiel
6:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Biewer“ und phänotypisch
„Golddust“ im Verhältnis 3:1, genotypisch wären von 4 Welpen 1 Welpe homozygot
für „Golddust“ (also phänotypisch auch „Golddust“) und 3 wären phänotypisch
„Biewer“ (genotypisch wären aber 2 Welpen heterozygot für „Biewer“ und
„Golddust“ also Goldspalter, ein Welpe wäre dagegen genotypisch und
phänotypisch homozygot Biewer.)
Beispiel
7:
Mutter
phänotypisch „Golddust“, genotypisch homozygot „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“ und
phänotypisch „Golddust“ im Verhältnis 1:1, genotypisch wären von 4 Welpen 2
homozygot für „Golddust“ (also phänotypisch auch „Golddust“) und 2 wären
phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“ (genotypisch aber heterozygot für „Black
bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“ also Goldspalter!)
Beispiel
8:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Biewer“ und phänotypisch „Black
bzw. „Blue and Tan“ sowie phänotypisch „Golddust“ im Verhältnis 1:2:1,
genotypisch wären von 4 Welpen 1 Welpe homozygot für „Golddust“ (also
phänotypisch auch „Golddust“) und 2 wären phänotypisch „Black bzw. Blue and
Tan“ (genotypisch wäre davon 1 Welpe aber heterozygot für „Black bzw. Blue and
Tan“ und „Golddust“ also Goldspalter, 1 Welpe wäre heterozygot für „Black bzw.
„Blue and Tan“ und „Biewer“ also KEIN Goldspalter SONDERN Biewerspalter!)
Beispiel
9:
Mutter
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Black bzw. „Blue and Tan“ sowie
phänotypisch „Golddust“ im Verhältnis 3:1, genotypisch wären von 4 Welpen 1
Welpe homozygot für „Golddust“ (also phänotypisch auch „Golddust“) und 3 wären
phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“ (genotypisch wäre davon 2 Welpen aber
heterozygot für „Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“ also Goldspalter, 1
Welpe wäre jedoch homozygot für „Black bzw. „Blue and Tan“, also KEIN
Goldspalter SONDERN nur „Back bzw. Blue and Tan“ – Vererber!)
Beispiel
10:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch homozygot „Biewer“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation zu 100% Nachkommen phänotypisch „Biewer“, genotypisch
heterozygot für „Golddust“ und „Biewer“ (also Goldspalter!)
Beispiel
11:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch homozygot „Biewer“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation Nachkommen phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“ und
phänotypisch „Biewer“ im Verhältnis 1:1, genotypisch wären von 4 Welpen 2
phänotypisch „Biewer“ und genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“(
also Goldspalter!) und 2 wären phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“
(genotypisch aber heterozygot für „Black bzw. Blue and Tan“ und „Biewer“ also
KEINE Goldspalter, SONDERN Biewerspalter!)
Beispiel
12:
Mutter phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue
and Tan“, genotypisch homozygot für „Black bzw. Blue and Tan“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“, genotypisch heterzygot für
„Black bzw. Blue and Tan“ und „Golddust“
ergibt
in der F1-Generation zu 100% Nachkommen phänotypisch „Black bzw. „Blue and
Tan“, genotypisch wären von 4 Welpen 2 Welpen heterozygot für „Black bzw. Blue
and Tan und „Golddust“ (also Goldspalter!) und 2 Welpen wären jedoch homozygot
für „Black bzw. „Blue and Tan“, also KEINE Goldspalter SONDERN nur „Back bzw.
Blue and Tan“ – Vererber!)
Beispiel
13:
Mutter
phänotypisch „Biewer“, genotypisch heterozygot für „Biewer“ und „Golddust“
gepaart
mit:
Vater
phänotypisch „Black and Tan“ bzw. „Blue and Tan“,
genotypisch homozygot für „Black bzw. Blue and Tan“
ergibt
in der F1-Generation zu 100% Nachkommen phänotypisch „Black bzw. „Blue and
Tan“, genotypisch wären von 4 Welpen 2 Welpen phänotypisch „Black bzw. Blue and
Tan“ aber genotypisch heterozygot für „Black bzw. Blue and Tan und „Golddust“
(also Goldspalter!) und 2 Welpen wären phänotypisch „Black bzw. Blue and Tan“
(genotypisch aber heterozygot für „Black bzw. Blue and Tan“ und „Biewer“ also
KEINE Goldspalter, SONDERN Biewerspalter!)
Achtung! Die bisher beschriebenen Erbgänge gelten nur bei Verpaarung mit "gescheckten" (Pattern- oder Irische Scheckung) Golddust Yorkshire Terriern.
Ist der Parental-Golddust-Elter uniform Golddustfarben, so kommt die 3. Mendel´sche Regel zum Tragen:
..."Kreuzt man zwei Lebewesen einer Art, die sich in zwei Merkmalen reinerbig unterscheiden, so werden die einzelnen Gene unabhängig voneinander verteilt. Sie können bei Befruchtung Neukombiantionen ergeben."...
Das heißt,bei Verpaarung von einem uniform gezeichneten "Golddust"-Elter mit einem "Biewer"-Elter, der kein "Goldspalter" ist, könnte sich das Allel für Einfarbigkeit mit dem Allel für die Farbe "Schwarz" des "Biewers" zusammentun, was zur Folge hätte, dass wieder "Black and Tan"-Welpen geboren werden könnten, obwohl phänotypisch keiner der beiden Eltern "Black and Tan"- farben ist.
( Der "Biewer" ist eigentlich ein "Black and Tan"mit partieller Pigmenteinlagerungsstörung! ). Bei dieser Verpaarung können also phänotypisch nur "Biewer"- und "Black and Tan"- farbene Welpen entstehen, die genotypisch jedoch alle "Goldspalter" wären.
Bei Verpaarung von einem uniform gezeichneten "Golddust-Elter" mit einem "Biewer"-Elter, der "Goldspalter" ist, könnten phänotypisch "Biewer"-, "Black and Tan"-sowie "Golddust"- farbene Welpen entstehen, die genotypisch alle Goldspalter wären.
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Gianna-Kiri Prinzess vom Klosterbach
Biewer Yorkshire Terrier Hündin (Goldspalterin)
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Emba hidden gold vom Klosterbach
Biewer Yorkshire Terrier Hündin (Goldspalterin)
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Funky Spiky vom Klosterbach
Yorkshire Terrier (Goldspalter)
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